w w w . k w s – g e n t e c h n i k f r e i . d e

Wir fordern die KWS Saat AG auf, ihre Freisetzungen mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben abzubrechen! Für eine gentechnikfreie KWS und eine gentechnikfreie Landwirtschaft!

Argumente

Weitere Argumente, sowie Quellenangaben finden Sie in unserer Bröschüre:

Agro-Gentechnik:
KWS-Positionen-kritisch-hinterfragt.pdf

1. Agrogentechnik – Gegen den Willen der Bürger

Die Landwirte, Verarbeiter und Verbraucher in Deutschland lehnen die Gentechnik mehrheitlich ab. Mehr noch, immer mehr Verbraucher legen großen Wert auf regionale Produkte, artgerechte Tierhaltung und greifen bewusst zu Bioprodukten, die garantiert gentechnikfrei sind. Trotzdem scheint es, als würde sich die Gentechnik Schritt für Schritt auf unseren Tellern und Feldern ausbreiten. Es handelt sich bei der Einführung der Gentechnik also keineswegs, um einen demokratisch geführten Prozess. Es scheint vielmehr, als würde sich die Politik, wie so oft, dem Diktat der mächtigen Wirtschaftskonzerne unterwerfen.

2. Agrogentechnik – Schaden für die Wirtschaft

Die Behauptung aus der Industrie, die Gentechnik sei unabdingbar für den Wirtschaftsstandort Deutschland, halten wir für falsch. Gegenteiliges ist der Fall. Durch die Gentechnik wird die Industrialisierung der Landwirtschaft auf die Spitze getrieben. Industrialisierung bedeutet Rationalisierung und uniforme Waren. Dies wiederum bedeutet in unserem heutigen Sozialstaat meistens, dass die Arbeitsplätze im Mittelstand verloren gehen. Die Großverdiener hingegen stopfen sich die Taschen noch voller. Die Gentechnik hat das Ziel eine Vereinheitlichung aller Nutzpflanzen herzustellen um die Weiterverarbeitung effizienter und schneller durchführen zu können und führt somit automatisch zu den oben genannten Problemen.

3. Agrogentechnik – Versuchskaninchen Mensch

Obwohl die Gentechnik in der Welt Einzug hält, wartet man vergeblich auf Langzeitstudien, und wie uns die Geschichte zeigt, sind diese gerade in der landwirtschaftlichen Produktion bitter nötig. Die schädlichen Wirkungen des Pflanzenschutzmittels DDT beispielsweise wurden erst Jahrzehnte nach der Produkteinführung bekannt, auch hier fehlten verlässliche Studien. Die Gefahr der Gentechnik ist noch weitreichender. Die Auskreuzung in nah verwandte Arten wurde vielfach wissenschaftlich belegt und wird auch von den Konzernen nicht mehr geleugnet. Das heißt, einmal in die Umwelt gebracht, wird es unmöglich die Gentechnik wieder zu stoppen. Sollte es in ein paar Jahrzehnten doch plötzlich zu gesundheitlichen Schäden kommen, gibt es keinerlei Möglichkeiten zu reagieren.

4. Agrogentechnik – Zerstört bäuerliche Landwirtschaft

Koexistenz ist das Zauberwort der Gentechnik- Lobby. Doch in der Realität ist ein Fortbestehen von konventionellem und ökologischem Landbau neben der Gentechnik nicht möglich. Durch Auskreuzung und Pollenflug genauso wie durch die unvermeidliche Vermischung von Saatgut, z.B. in Erntemaschinen oder bei der Lagerung und Aufbereitung, wird sich die bittere Saat unweigerlich auf allen Äckern der Welt ausbreiten. Dem Verbrauchen und dem Bauer wird somit über kurz oder lang jegliche Wahlfreiheit genommen.

5. Agrogentechnik – Das Welthungerproblem wird verschärft, nicht gelöst

Wie schon seit langem bekannt ist herrscht auf der Welt kein Mangel an Nahrungsmitteln, sondern ein Verteilungsproblem. In der EU wird sogar ein deutlicher Ueberschuss an Lebensmitteln produziert, der dann unter dem Deckmantel der Entwicklungshilfe an so genannte Entwicklungsländer exportiert wird. In diesen Ländern angekommen werden regionale Märkte und die Lebensgrundlage der Einwohner, und vor allem der Bauern zerstört. Was schon etliche Wissenschaftler nachgewiesen haben, und erst jüngst durch den Weltagrarbericht der UN deutlich wurde, ist: Das man das Welthungerproblem durch die Förderung von regionalen Strukturen und Märkten bekämpfen muss und nicht durch eine Technik an der nur wenige, schon jetzt reiche, Konzernen verdienen.

6. Agrogentechnik – Zwingt die Bauern in Abhängigkeiten

Denn die Konzerne erheben Patente auf ihr GVO-Saatgut. Das heißt, dem Bauer wird das uralte Recht genommen einen Teil seiner Ernte zurück zu halten, um es im nächsten Jahr erneut aussäen zu können. Er muss jedes Jahr sein Saatgut bei ein und der selben Firma kaufen und somit Jahr für Jahr wieder Lizenzgebühren bezahlen. Häufig ist der Bauer gezwungen, wenn er GVO´s auf dem Acker angebaut hat, auch die Chemikalien der gleichen Firmen zu benutzen, die auch das Saatgut produzieren. Kurz, er ist nicht nur verpflichtet sein Saatgut jährlich neu zu erwerben sondern muss gleich das komplette Paket, sprich Saatgut und Pflanzenschutzmittel bei ein und der selben Firma kaufen die damit eine Monopolstellung einnimmt.

7. Agrogentechnik – Verlust der Sorten- und Artenvielfalt

Durch die schleichende Auskreuzung der gentechnisch veränderten Organismen (GVO), ist damit zu rechnen, dass unsere Kulturpflanzen durch die Gentechnik kontaminiert werden. Ein Erbe der Menschheit wird damit unwiderruflich vernichtet. Sorten die sich über Jahrzehnte an bestimmte Standortbedingungen angepasst haben, werden von der Bildfläche unserer Kulturlandschaft verschwinden. Doch nicht nur Pflanzen sind bedroht. Britische Wissenschaftler wiesen in der bisher weltweit größten Studie über die Auswirkungen von GVO-Anbau auf die Umwelt nach, dass die Fauna (u.a. Vögel, Schmetterlinge und Nützlinge) bedeutend stärker durch GVO-Anbau geschädigt wurde als durch konventionelle Bewirtschaftung. Viele weitere Untersuchungen belegen ebenfalls Umweltschäden.

8. Agrogentechnik – Transparenz auf dem Lebensmittelmarkt – Fehlanzeige

Ob Pestizide im Paprika, Gammelfleisch in der Wurst oder BSE-Erreger im Fleisch immer wieder wird unsere Gesellschaft von Lebensmittelskandalen überrascht. Der Grund: Der Lebensmittelmarkt entfremdet sich völlig vom Mensch und der Natur. Oft ist dem Verbraucher nicht im geringsten klar, woher die tägliche Nahrung stammt und welche Stationen sie durchlaufen hat bevor sie auf den Tellern landet. Die Nahrungsmittel, welche durch die Gentechnik gewonnen werden sollen, setzen dieser Entwicklung die Krone auf. Weg von kurzen Wegen, die der Verbrauchen kontrollieren und prüfen kann, hin zu riesigen Nahrungsmittelfabriken, die immer gleiche Ware erzeugen. Quer über unseren Globus transportiert, verlieren wir völlig die Kontrolle über unser täglich Brot.

9. Agrogentechnik – Wirkung auf den Menschen – Unklar

„Es sind uns keine Fälle bekannt, in denen Menschen durch Gentechnik zu schaden gekommen sind“ heißt es immer wieder von Seiten der Konzerne. Diese Aussage ist allerdings keineswegs verwunderlich. Denn selbst wenn es negative Effekte gäbe, würde es wahrscheinlich niemand merken. Der Grund: es gibt keine unabhängigen Langzeitversuche. Das Interesse seitens der Politik, in diese Richtung zu forschen scheint gering. Und so gibt es die immer gleichen, einseitigen Studien, die meist von den einschlägigen Konzernen finanziert werden. Findet sich doch, wie vor kurzem in Wien, eine unabhängige Studie, wird alles getan, um die Daten zu vertuschen oder zu verleumden. In Wien wurde herausgefunden, dass die Fruchtbarkeit von Mäusen, die mit einem gentechnisch veränderten Mais gefüttert wurden, signifikant beeinträchtigt ist.

10. Agrogentechnik – Mehr Chemie auf Acker und Teller

Entgegen allen Behauptungen zeigt sich seit Einführung der ersten gentechnisch veränderten Pflanzen eines ganz deutlich: Die Menge an Chemie, die auf Gentechnikfeldern aus gebracht werden muss, steigt kontinuierlich. Zwar konnte die Menge an Pestiziden zu Beginn des Gentechnikkreuzzuges gesenkt werden. Doch von Jahr zu Jahr bilden sich immer mehr Resistenzen gegen die Spritzmittel. Was dazu führt, dass die Konzentration an Chemie immer weiter erhöht werden muss. In Amerika sind sogar schon Fälle von so genannten „Superunkräutern“ bekannt, auf die selbst die heftigsten Pestizide keine Wirkung mehr haben.

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