w w w . k w s – g e n t e c h n i k f r e i . d e

Wir fordern die KWS Saat AG auf, ihre Freisetzungen mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben abzubrechen! Für eine gentechnikfreie KWS und eine gentechnikfreie Landwirtschaft!

über KWS ..

Wir protestieren gegen die unverantwortlichen Gentechnik-Freilandversuche des Saatgutkonzerns KWS Saat AG. Die KWS plant im Frühjahr 2010 -wie schon 2008 und 2009- erneut gentechnisch veränderte Zuckerrüben auszubringen, u.a. in der Region Südniedersachsen sowie in der Magdeburger Börde. Wir sind für eine gentechnikfreie Zukunft der KWS Saat AG! Wir fordern die KWS auf ihre Freisetzungen mit gentechnisch veränderten Zuckerrüben abzubrechen!

Geschichte und Profil der KWS Saat AG

 

Die Geschichte der KWS beginnt 1856 in Kleinwanzleben. KWS steht ursprünglich für „Kleinwanzlebener Saatzucht AG”. Im Jahr 1984 Gründung der Tochterfirma „PLANTA Angewandte Pflanzengenetik und Biotechnologie GmbH”, die sich um die Gentechnik-Sparte des Konzerns in Deutschland kümmert.  Die KWS züchtet selbst an neuen Gentechnik-Konstrukten, vermarktet aber auch Gentechnik-Konstrukte von Monsanto.
Die KWS hat 1993 -als einer der Ersten in Deutschland- Gentechnik-Freiland-Versuche durchgeführt. Auch 1993 schon mit einer Zuckerrübe. Aus dieser Gentechnik-Zuckerübe von damals ist übrigens niemals was finanziell verwertbares für die KWS geworden. Die Forschungen wurden irgendwann erfolglos abgebrochen. Die KWS sagt es hätte kein „Marktinteresse” gegeben. ->Genau, NIEMAND will eure Gentechnik!

Die KWS versucht sich immer nach Außen als ein relativ kleines Familienunternehmen darzustellen. In Wirklichkeit ist sie jedoch längst zu einem der größten und mächtigsten Saatgutkonzerne der Welt aufgestiegen. Noch dazu zu einem der größten Gentechnik-Konzerne. Die KWS ist z.B. bei der Zuckerrübe Weltmarktführer. Die KWS hat fast 3000 Mitarbeiter weltweit, und ist ein weltweit agierender „Global Player”. Die KWS hat weltweit (in 70 Ländern) auch unzählige Tochterfirmen und Beteiligungs-Gesellschaften. Im Jahr 2007/2008 hatte die KWS Saat AG einen Umsatz von knapp 600 Millionen Euro! Gentechnisch veränderte Sorten tragen mit 22 % zum Umsatz der KWS Gruppe bei. Diese Produkte werden überwiegend in Nordamerika vertrieben. Die KWS ist ein oft unterschätzter (und von Gentechnik-Kritischen Medien leider oft zu wenig beachteter) multinationaler Gentechnik-Konzern. Man kann die KWS also mit BAYER, BASF, Syngenta und Monsanto in einem Satz nennen.

So pradox es klingt: Die KWS ist gleichzeitig aber auch einer der größten Öko-Züchter in Deutschland. Viele Bio-Bauern kaufen die Sorten der KWS und unterstützen damit indirekt auch die Gentechnik der KWS. Vielen ist dies nicht bewusst, andere sehen keine Möglichkeit auf die KWS-Sorten zu verzichten.  Anfügen kann man an dieser Stelle auch noch, dass der Öko-Versuchsbetrieb der KWS, das Klostergut Wiebrechtshausen, die Öko-Zertifizierung vom Naturland-Verband trägt. Man muss dazu insgesamt leider sagen, dass es eine traurige Tatsache ist, dass auch die Ökologische Landwirtschaft teilweise von einem Gentechnik-Konzern abhängig  ist. Wir empfehlen daher allen Landwirten ihr Saatgut lieber von Firmen zu kaufen, die sich klar für eine gentechnikfreie Landwirtschaft aussprechen!

Die genmanipulierte Zuckerrübe der KWS Saat AG

Die genmanipulierte Zuckerrübe “H7-1″, die hier ausgesät wurde/werden soll wurde mit einer Resistenz gegen das Unkrautvernichtungsmittel RoundUp (Hersteller Monsanto) ausgestattet (Man spricht von herbizidresistenten Zuckerrüben oder auch HR-Zuckerrüben). Damit soll es möglich werden, auch während der Vegetationsperiode der Zuckerrübe mit dem Totalherbizid RoundUp sämtliche Unkräuter zu vernichten. Diese gentechnische Veränderung wurde von Monsanto entwickelt und patentiert, die daraus gemachte gentechnisch veränderte Zuckerrübe ist eine “Gemeinschaftsarbeit” von KWS und Monsanto. Daher müsste in Zukunft -falls es zur Markteinführung käme- jeder Landwirt für jedes Kilo Zuckerrüben-Saatgut zusätzlich Lizenzgebühren an Monsanto zahlen!

Im Jahr 2007 wurde als erste gentechnisch ververänderte Zuckerrübensorte der KWS eine Roundup® (von Monsanto) tolerante Zuckerrübe auf dem US-amerikanischen Markt zum kommerziellen Anbau eingeführt. (mit gentechnisch verändertem Konstrukt von Monsanto, mit Patent drauf) Diese Sorten erreichten im Jahr 2008 bereits 60 % des KWS-Zuckerrübenumsatzes in Nordamerika. Weitere Genehmigungen zum Anbau wurden in Kanada und Japan erteilt. Die Zulassung für den Import von aus diesen Zuckerrüben gewonnenen Produkten für eine Lebens- und Futtermittelverwendung liegt mittlerweile in 11 weiteren Ländern, einschließlich der Europäischen Union, vor. Die KWS wünscht sich die Markteinführung für den kommerziellen Anbau für etwa 2015. Die aktuellen Versuchs-Freisetzungen sind ein großer Schritt hin zum kommerzeiellen großflächigen Anbau.

Der genmanipulierte Mais der KWS Saat AG

In Deutschland wurde im Jahre 2006 die KWS-Maissorte KURATUS zugelassen. Sie verfügt über Resistenz gegen den Maiszünsler. Erreicht werden konnte dieses Ziel allerdings nur mit dem gentechnisch verändertem MON 810- Konstrukt von Monsanto. Dies bedeutet das KWS Lizensgebüren an Monsanto zu zahlen hat. Der Landwirt der dieses Saatgut anbaut, bezahlt also  genau wie bei der Zuckerrübe ebenfalls einen Teil des Geldes an Monsanto.

Die gentechnikfreie KWS Saat AG

Wir haben prinzipiell nichts gegen die KWS Saat AG. Aber wir haben entschieden etwas gegen die Gentechnik-Sparte der KWS, die in den letzten Jahren massiv ausgeweitet wurde. Wir sind für eine gentechnikfreie Zukunft der KWS Saat AG! Wir denken, dass die KWS ein traditionsreiches Saatgutunternehmen ist, dass aber einen fatalen Irrweg eingeschlagen hat. Die KWS hat sich “Verantwortung” immer ganz groß auf die Fahne geschrieben, diese hochriskante Technologie -gegen den Willen der Menschen- durchzudrücken ist aber absolut verantwortungslos. Niemand kann die Risiken, die von gentechnisch veränderten Pflanzen für den Menschen und die Umwelt ausgehen, verantworten. Wir glauben auch, dass die Gentechnik langfristig keine Zukunft haben wird. Und daher selbst wenn jemand das “Arbeitsplatz-Argument” nennt, man nur sagen kann, dass es auch wirtschaftlich ein unglaubliches Risiko ist, auf die Gentechnik zu setzten. Aus der Gentechnik auszusteigen wäre die wahre Sicherung der Zukunft und der Arbeitsplätze der Firma.

 

1 Kommentar»

  ramsl hat @ geschrieben

Hallo,
mir kommt vor, seit in der Vorstandschaft von KWS zwei Leute von Bayer sitzen, ist alles anders bei KWS.
2.Vorstand: Dr. Christoph Amberger geb. 1957, zuvor Bayer AG u. Bayer Italia.
4. Dr. Leon Broer geb. 1960, zuvor Bayer Crop Science.
Gruss: Michael Ramsl


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