Unglaublich aber wahr: Es war eine reine Werbeveranstaltung der KWS in der St. Johannis Kirche in Göttingen am 24.06.2010: Der Titel lautete “Säen und Ernten in Zeiten von Hunger und Überfluss”. Henning von der Ohe, Sprecher der KWS Saat AG, hielt im Rahmen eines Gottesdienstes einen Lobes-Vortrag auf die Gentechnik. Seiner Ansicht nach könne man quasi mit Gentechnik alle Hungernden satt machen. Das die Gentechnik -Dank der Patente- vor allem den Konzernen viel bringt, hat er natürlich nicht gesagt. Auch interessiert die KWS anscheinend sich nicht für die hunderten Wissenschaftler des Weltagrarberichts, welche deutlich gemacht haben, dass die Gentechnik den Hungernden nichts bringt. Zum Glück wurden bei der Veranstaltung auch Gegenstimmen laut.
Artikel im Göttinger Tageblatt: hier
Bericht der Bürgerinitiative für ein gentechnikfreies Südniedersachsen: hier
Wenn sie der Kirche St. Johannis ihre Meinung dazu oder ihr Verständnis von “Erhaltung der Schöpfung” sagen wollen: hier finden sie die E-Mail-Adressen und die Telefonnummern des Superintendenten und des Diakon.

Wenn man mich schon in indirekter Rede zitiert, dann sollte man es auch richtig tun. Ich habe weder gesagt, dass man mit Gentechnik quasi alle Hungernden satt macht noch habe ich den sogenannten Weltagrarbericht mit Desinteresse bedacht. Schade, dass der Verfasser nicht aus seinem Schwarz-Weiß-Denken herauskommt. Weder eine globale Ökolandwirtschaft noch die Grüne Gentechnik können die Probleme dieser Welt alleine lösen, aber jedes am richtigen Platz kann Beiträge dazu leisten.